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Häufigste Fragen zur Wahl der Schule

1. Mir fällt auf das die Ausbildungskosten der Schulen sehr unterschiedlich sind.
    Was ist der Grund?
  • Die Ausbildungskosten sind auch abhängig von der Anzahl der Stunden welche angeboten werden. Dies bedeutet jedoch nicht das die Ausbildung an einer Schule mit mehr Stunden besser ist. Ausbildung in Grossgruppen benötigt mehr Zeit, da mehr Lernende betreut und ausgebildet werden müssen.
  • Die Kosten sind auch von der Infrastruktur einer Schule abhängig. Bei einer Schule an zentraler Lage und hohen Mietkosten, mit den teuersten Einrichtungen und mit Luxuskomfort eingerichtet, werden die Auslagen auf die Kurskosten abgewälzt.
  • Der Preisunterschied kann auch darin bestehen, ob eine Schule noch Anmeldegebühren und Prüfungsgebühren verlangt zusätzlich zu den Ausbildungskosten. Wo dies nicht erwähnt ist wird es kaum der Fall sein.
  • Es gibt Schulen wo es obligatorisch ist schon bei der Anmeldung ein Starterset für die Fusspflege kaufen zu müssen. Hier muss ich mir überlegen ob ich mir das schon zu Beginn der Ausbildung leisten kann/will. Schulen bei denen kein Kaufzwang besteht stellen während der Ausbildung alles zur Verfügung.
Mehr Ausbildungskosten bedeutet also nicht bessere Ausbildung und mehr an Angebot.


2. Ich befasse mich mit dem Gedanken eine Fusspflegeausbildung zu absolvieren. Nun habe ich gelesen das es Podologiepraxen
     und Podologieschulen gibt, welche die Pédicure-Fusspflegeausbildung anbieten.
     Ist das eine medizinische Fusspflegeausbildung? Ist es bei Ihnen auch eine medizinische Ausbildung?
  • Grundsätzlich bieten alle vom SFPV (Schweizerischen Fusspflegeverband) zertifizierten Schulen eine Ausbildung in Pédicure-Fusspflege an. Dabei handelt es sich nicht um die medizinische Fusspflegeausbildung (Podologie).
  • In der Schweiz ist nur die Podologie als medizinische Fusspflege anerkannt und dabei handelt es sich um eine mehrjährige Ausbildung.
  • Wenn vom SFPV zertifizierte Podologen oder Podologiepraxen dort ihre Fusspflegeausbildung anbieten, haben auch diese sich an die gesetzlichen Vorschriften und Kompetenzen in der Ausbildung zu halten in Bezug was eine Pédicure ausüben darf und was nicht.
  • Die Annahme, dass wer bei einem Podologen oder in einer Podologiepraxis die Pédicureausbildung absolviert, erhalte dadurch mehr Kompetenzen in der Ausübung seiner Tätigkeit oder dürfe gar medizinische Fusspflege anbieten ist ein Trugschluss!


3. Interessiere mich für eine Fusspflegeausbildung. Habe nun Mühe mich aus den vielen Angeboten zu entscheiden. 
    Auf was muss ich achten?
  • Grundsätzlich ist zu überlegen ob ich mich in einer Grossgruppe, Kleingruppe oder im Einzelunterricht wohler fühle.

Überlegungen zur Grossgruppe:
  • Fühle ich mich in einer Grossgruppe gut mit vielen Kolleginnen wo viele Auseinandersetzungen, Wettbewerb und Konkurrenz unausweichlich sind?
  • Ist es für mich unwichtig, wenn aufgrund der vielen Teilnehmerinnen nicht individuell auf meine Bedürfnisse und auf meinen Wissenshintergrund eingegangen werden kann, weil die Zeit fehlt jede Lernende dort abzuholen wo sie gerade steht?
  • Ist es mir möglich die fix ausgeschriebenen Ausbildungsdaten, sei es aus beruflichen oder persönllichen Gründen, überhaupt wahrzunehmen?

Überlegungen zur Kleingruppe:
  • Spricht es mich eher an die Ausbildung in einer kleinen Gruppe zu absolvieren, wo Teamwork, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung statt Konkurrenzdenken im Vordergrund stehen?
  • Suche ich eher die persönliche Atmosphäre im kleinen Rahmen mit dem gemütlichen Ambiente?
  • Lege ich Wert auf eine Ausbildung ohne Zeitdruck wo es möglich ist sich meinem Lerntempo anzupassen ohne Stress?
  • Möchte ich die Daten/Tage für meine Ausbildung selbst auswählen?

Überlegungen zum Einzelunterricht:
  • Kann ich mir vorstellen nur mit dem Ausbildner zusammen zu sein?
  • Stimmt es für mich ohne Austausch und Kontakt mit einer Mitlernenden?
  • Möchte ich den engen Kontakt mit dem Ausbildner ohne Verschnaufpause?


4. Muss ich dem SFPV (Schweizerischen Fusspflegeverband) beitreten!
  • Grundsätzlich muss niemand dem SFPV beitreten. Die Ausübung zur Pédicure-Fusspflege braucht keine Bewilligung und kann im Prinzip von allen, welche denken Pédicure ausüben zu können auch durchgeführt werden.


5. Habe ich eine anerkannte Ausbildung wenn ich an einer vom SFPV zertifizierten
   Schule die Ausbildung absolviere?
  • Die Ausbildung zur Pédicure-Fusspflege ist grundsätzlich weder kantonal, schweizerisch noch eidgenössisch anerkannt.
  • Nach der Ausbildung an einer vom SFPV zertifizierten Schule sind Sie  vom Verband selbst anerkannt und können dort Mitglied werden.
  • Der Name „Schweizerischer Fusspflegeverband SFPV“ bedeutet nicht das dieser Verband schweizerisch anerkannt ist.


 6. Was habe ich davon  Mitglied im SFPV zu werden?
  • Sie erzielen einen Werbeeffekt und Ihre Kunden gehen irrtümlicherweise davon aus von einer schweizerisch anerkannten Fusspflegerin behandelt zu werden.
  • Sie erhalten Werbematerial wie z.B. Logos die sie verwenden dürfen.
  • Sie profitieren von einer Kollektiv-Betriebshaftpflichtversicherung. (Achtung nur wenn Sie ausschliesslich Fusspflege betreiben)
  • Der Verband überprüft das Einhalten von Qualitäts-Standarts bei der Berufsausübung seiner Mitglieder, Hygiene und Praxiseinrichtung.
  • Sie weisen sich somit gegenüber den Kunden aus über einen geprüften Qualitätsstandart zu verfügen.


7. Ich habe mich mit den Schulen welche im SFPV aufgeführt sind auseinandergesetzt und verglichen. Mir fällt auf das es Schulen
    gibt welche sich als die Besten bezeichnen. So zum Beispiel "ich bin der Meister meines Faches, mein Name garantiert für die
    beste Ausbildung zur höchsten Qualität und Professionalität, bezeichnet sich als der qualifizierte Experte". Bestehen da unter
    den Schulen so grosse qualitative Unterschiede? Es macht es für mich schwierig sich zu entscheiden.
  • Wenn dem so ist wie mir beschrieben, dann sind solche Aussagen unfair gegenüber den anderen vom SFPV zertifizierten Schulen. Grundsätzlich verfügt jede vom SFPV zertifizierte Schule über ein gutes Qualitätsniveau und über eine fundierte Fachkompetenz. Jede Schule wurde diesbezüglich eingehend kontrolliert und wird regelmässig einer Schulkontrolle unterzogen.
  • Es wäre eigentlich zu erwarten das sich die zertifizierten Schulen einander gegenüber neutral verhalten und die Interessentinnen durch sachliche Argumente in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen.
  • Weiter möchte ich dazu keine Stellung beziehen da es nicht meinem Niveau entspricht über andere Schulen zu urteilen. Ich denke es sollte sich jeder selbst seine eigene Meinung bilden über solche Äusserungen.